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"Basketballkünstler" - Von der Improvisation zur Bewegungsgestaltung
Ein Unterrichtsbeispiel zur Methode Anregen/Finden

Unterrichtsidee: “Basketballkünstler” (Unterrichtsreihe ab Klasse 9)

Korbwurf

Thematische Elemente

Bewegungsaufgaben

Hinweise

Gestaltungskriterien

Organisation

Die Korbkünstler

 

Korbkünstler

Korbwürfe ausführen.

An Bekanntes anknüpfen. - Für die Unterrichtsreihe wird vorausgesetzt, dass die Schüler Basketball spielen können.

Korbwürfe als “Showelemente” ausführen, also eine besondere Bewegung vor dem Korbwurf oder nach dem Korbwurf ausführen. Damit wird das Basketballspiel mit seinen Regeln verlassen.

Hinweis auf “Streetballstars”, die eine “Show” aus ihren Korbwürfen machen.

Unter Einbezug von Turngeräten Korbwürfe aus einer ungewöhnlichen Situation angehen und mit einer besonderen Handlung abschließen: Erfolg oder Misserfolg beim Korbwurf übertrieben darstellen.

An jedem Korb wählt die Gruppe aus den Geräten der Halle (z.B. großer Kasten, kleiner Kasten, Matte ...) einige aus, die sie für ihre Show nutzen will.

Bei der Darstellung von Erfolg oder Misserfolg nach dem Korbwurf die Gestaltungskriterien beachten: Bewegungsintensität, Bewegungsweite, Zeitlupe, Bewegungsstopp. Die Darstellung darf auch im Gegensatz zur tatsächlichen Leistung stehen (z.B.: trotz Korberfolg Ärger zeigen).

Eine “Korbwurfshow” durchführen: Jedes Gruppenmitglied zeigt einen ausgewählten Ablauf mit Betonung der Handlung nach dem Korbwurf, die Freude oder Misserfolg übertrieben ausdrückt. Die Gruppenmitglieder demonstrieren fließend hintereinander.

 

Die Dribbelkünstler

Dribbeln quer durch den Raum, vielfältige Wege nutzen.

An Bekanntes anknüpfen.

Dribbeln im Raum; auf Zurufe des Lehrers “... einander” entsprechend reagieren: “umeinander”, “voreinander”, “gegeneinander”, “miteinander”, “durcheinander” ...

 

“Dribbeln” auf vielfältige Arten

  • unter Veränderung der Dynamik
  • unter Veränderung der Zeit
  • dabei jeweils vielfältige Raumwege nutzen.

Die Basketballregeln werden außer Kraft gesetzt.

Gestaltungskriterien bewusstmachen.

Beim “Dribbeln” einander begegnen, die Begegnung mit einer besonderen Bewegung gestalten:

  • Auf der Raumdiagonale treffen sich jeweils 2 Personen, die von den gegenüberliegenden Ecken aus beginnen.
  • Durcheinander im Raum agieren, die Begegnungen beliebig wählen und gestalten.

Die Gestaltungskriterien Zeit, Raum,  Dynamik beachten.

Auf der “Bühne” eine Dribbelshow zeigen

 

Dribbelkünstler

Die “Bühne” wird mit Hilfe von zwei Weichbodenmatten, die an großen Kästen angelehnt werden, hergestellt. Hinter den Matten beginnt bzw. endet die Demonstration. Die Matten dienen zum “Verstecken”, zur Konzentration vor der Demonstration und zur Markierung des Endes der Demonstration.

Die Teilnehmer bewegen sich auf dem eingezeichneten Weg; es soll sich ein stets fließender Wechsel zwischen Zuschauen und Demonstration ergeben. Jeder Teilnehmer wechselt mehrmals vom Zuschauer zum Akteur.

 

Angreifer und Verteidiger

Angriffs- und Verteidigungshandlungen im Sportspiel partnerweise darstellen:

  • Zunächst dem Basketballspiel entsprechende Handlungen simulieren.
  • Abstrakter agieren: spiegelbildlich im Stand arbeiten; langsame Bewegungen ausführen (Zeitlupe).
  • Partnerarbeit: das Motiv Angriff und Verteidigung im Sportspiel in abstrakter Weise weiterführen: Gegensätze darstellen, z.B. hoch/tief, eng/weit (im Stand, in der Fortbewegung).
  • Bewegungshandlungen kombinieren (Spiegelbild, Zeitlupe, Gegensätze) und mit unterschiedlicher Dynamik ausführen.

Ohne Verwendung des Balles;

die Gestaltungskriterien Zeit, Raum, Dynamik beachten.

 

Die Meisterspieler

Auf der Grundlage der erarbeiteten Elemente soll in Kleingruppen (Dreier-/Vierergruppen) eine Gestaltung erarbeitet werden.

Formaler  Rahmen (Pflichtelemente?), Gestaltungs- und Ausführungskriterien sind vorab zu verabreden.

Die Kleingruppen erhalten genügend Zeit (mehrere Unterrichtsstunden), ihre Kür selbstständig gemäß den verabredeten Kriterien zu gestalten.

 

Weiterführende Literatur

Die “Basketballkünstler” habe ich mehrmals  in der Lehrerausbildung im Seminar Jülich mit Sportreferendaren durchgeführt. Von diesem Beispiel ausgehend stellt Hoss eine interessante Unterrichtsreihe für die Oberstufe vor, die die Gestaltungskriterien besonders akzentuiert:

Hoss, B. (2008). Improvisation in der Oberstufe - Den Körper als Kommunikationsintrument einsetzen. In: Lehrhilfen für den sportunterricht 57 (12), 4 - 9.

Dr. Bettina Wurzel
Erstellt: 27.3.2014

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